Stoma-Treff Dierdorf: Spende statt Weihnachtspost

Der Neuwieder Landrat Rainer Kaul verzichtet seit vielen Jahren darauf, Weihnachtsgrüße an Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbände zu versenden. Stattdessen stellt er den Geldbetrag für einen guten Zweck zur Verfügung. In diesem Jahr ging die Spende über 300 Euro an zwei Selbsthilfegruppen aus dem Kreis Neuwied.

„Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit stellvertretend auch bei allen anderen ehrenamtlich Aktiven im Landkreis Neuwied, z.B. Verantwortliche in Vereinen, die mit Sachverstand und Beistand Anderen uneigennützig helfen, bedanken und auf diesem Wege allen meine guten Wünsche für das neue Jahr übermitteln“, so Landrat Rainer Kaul.

Abbildung: der Landkreis Neuwied bedachte den Stoma-Treff Dierdorf mit einer Weihnchats-Spende, das Foto zueigt unter anderem katja Richter vom Stoma-Treff Dierdorf und den Landrat des Kreis NeuwiedEine Spende ging an die Dierdorfer Selbsthilfegruppe der Stomaträger. Ein Stoma (künstlicher Darmausgang) bedeutet zunächst immer einen massiven Einschnitt ins Leben. Die Erkrankungen die zu einem Stoma führen, sind unterschiedlich. Am häufigsten durch Darmkrebs, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, aber auch durch Unfälle nach Darmoperationen.

„In unserer Gruppe tauschen wir Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig. Mut und Kraft schöpfen, wieder nach vorne zu schauen, sich nicht alleine gelassen fühlen, das ist es, was Selbsthilfe ausmacht. Mit dieser Spende fühlen wir uns in unserer Arbeit bestätigt“, bedankte sich die Sprecherin der Gruppe, Katja Richter und ergänzt: „selbstverständlich sind auch Angehörige und Freunde herzlich willkommen. Letztes Jahr startete die Fotoaktion 100 Tage – 100 Momente (http://www.100-tage-100-momente.de) wo unter anderem Teilnehmer aus der Dierdorfer Gruppe dabei waren.

Die zweite Spende ging an „Angehörige von psychisch Kranken – Selbsthilfegruppe Neuwied“. Die Gruppe entstand 1990 durch die Initiative von Irmgard Hofmann, die bis 2008 selbst Leiterin der Gruppe war. Im Jahr 2008 hat sie dann ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen an Anne Nick übergeben.

Einmal jährlich wird ein Referenten zu Themen, wie z. B. ambulante psychiatrische Pflege, Betreuungsverein, Behindertentestament, Berufsausbildung von psychischen Menschen mit psych. Behinderungen eingeladen. Anne Nick: „Als Event zum 25 jährigen Bestehen der Gruppe haben wir den Veranstaltern des Minski einen Spielfilm zum Thema psychische Erkrankung vorgeschlagen, der voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2016 auf dem Spielplan stehen wird. Im Rahmen dieser Kinovorstellung wird sich unsere Gruppe dem Publikum vorstellen.“

Quelle: Presseabteilung Kreisverwaltung Neuwied