Archiv der Kategorie: Aktuelles

Aktuelle Mitteilungen der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.

Wir sind auch im Lockdown weiter für euch da

Abbildung: das Foto zeigt unserer Mitarbeiterin Sabine während eines telefonischen BeratungsgesprächsOb geplant oder ungeplant, nach jeder Stoma-Operation verändert sich das Leben und das eigene soziale Umfeld. Wegen der bundesweiten Hygieneregeln können die örtliche Stoma-Treffs im Moment nicht stattfinden. Aber häufig benötigen die Operierten oder ihre Angehörigen Wegweiser um die neue Lebenssituationen zu bewältigen.

Der Austausch unter den ehrenamtlich Aktiven und Hilfesuchenden soll nicht abbrechen

Die im Bundesgebiet verteilten Gruppensprecher der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. verfügen über ein großes Netzwerk und unterstützen euch aktiv, z.B. durch die Vermittlung von Kontakten zu anderen Bertoffenen und Gesprächspartnern in der Region. Denn Gespräche helfen, nicht nur in der Bewältigung der neuen Situationen und den damit verbundenen Veränderungen, sie zeigen euch auch Hilfen im Gesundheitswesen auf und geben Orientierung.

Der Stoma-Treff – Selbsthilfegruppen vor Ort…

in Bayern:

in Baden-Württemberg:

in Hamburg:

in Hessen:

in Rheinland-Pfalz:

im Saarland:

Du hast keinen Ansprechpartner in deiner Region gefunden?

Dann wende dich an unser bundesweites Beratungstelefon unter 0800 200 320 105 oder schreib uns:

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ihre Telefonnummer (falls Rückruf gewünscht)

Ihre Frage (beschreiben Sie uns bitte kurz Ihr Anliegen)

Bitte tragen Sie die folgenden Buchstaben und Zahlen
in das Feld rechts daneben ein (Spam-Schutz):
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Stoma-Treff-Termine bis auf weiteres abgesagt!

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen wegen der Corona-Situation finden bis auf weiteres keine Selbsthilfegruppen-Treffen statt.

Bereits vor den behördlichen Anordnungen hatten sich die meisten Stoma-Treff-Gruppen zu einer Absage ihrer Termin im April 2020 entschlossen. Viele unserer Gruppen-Teilnehmer gehören selbst zu den benannten Risikogruppen und wir möchten weder sie noch unsere Gruppensprecher einer gesundheitlichen Gefahr aussetzen.

Alternativ stehen euch unsere Netz-Angebote und unser Beratungstelefon für den Austausch mit anderen und bei dringenden Fragen zur Verfügung:>

Bis Sommer 2021 werden leider keine Treffen stattfinden. Zu den Terminen ab Juli 2021 können wir derzeit noch keine Aussage treffen und müssen die weitere Entwicklung abwarten. Über einen Neustart der Selbsthilfegruppen-Treffen informieren wir euch rechtzeitig auf unseren Internetseiten und auch unsere Gruppensprecher geben euch jederzeit Auskunft.

letzte Aktualisierung am 20.03.2021

Verunsicherte Versicherte – DAK- und KKH-Verträge auf Kosten der Stomaträger

Mit dem Aus für Hilfsmittel-Ausschreibungen und dem Auslaufen der Übergangsfrist stehen Stomaträger mehr denn je vor Herausforderungen. Besonders betroffen sind Versicherte der KKH und DAK-Gesundheit, die sich in Folge der neuen Verträge mit den niedrigsten Pauschalen für Stomaartikel und dem zweiten Leistungsbringer-Wechsel innerhalb eines Jahres auseinandersetzen müssen.

Bis kurz vor dem Auslaufen der Übergangsfrist Ende November 2019 sah es noch so aus, als würde die DAK-Gesundheit für ihren ersten Stoma-Vertrag des Nach-Ausschreibungs-Zeitalters keinen einzigen Vertragspartner finden. Doch dann unterschrieben doch noch zwei bundesweit tätige und einzelne regionale Leistungserbringer.

Ein erklärtes Ziel hat die Krankenkasse jedenfalls im letzten Moment noch erreicht: Der Verwaltungsaufwand im Vertragspartner-Management wurde deutlich reduziert, statt mehrerer Hundert Vertragspartnern sind es heute nicht einmal mehr 30.

Kein Wahlrecht mehr

Von einem Wahlrecht kann damit aus Sicht der DAK-Versicherten keine Rede mehr sein. Starten Sie einmal im Hilfsmittel-Lotsen der DAK-Gesundheit im 30-km-Umkreis Ihrer PLZ eine Suche. Es werden selten mehr als drei Leistungserbringer für Stomaartikel angezeigt. Um die Auswahl für ihre Versicherten dermaßen einzuschränken, hatte die KKH anno 2017 noch auf Ausschreibungen zurückgreifen müssen. Die Situation ist mit dem Beitrittsvertrag also nicht viel besser als zur Ausschreibungs-Zeiten.

Spektrum der Beschwerden

Seit Mitte Dezember gehen in der Geschäftsstelle des Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. täglich Anrufe und E-Mails, überwiegend von Kunden der DAK-Gesundheit, vereinzelt auch von Versicherten der KKH. Ein Lob für eine der beiden Kassen erreichte uns bislang nicht. Das Spektrum der Beschwerden ist dagegen groß.

Häufig wird die Erreichbarkeit der Leistungserbringer bemängelt, viele klagen über lange Wartezeiten in Warteschleifen und ausbleibende Antworten auf E-Mails. Zugesagte Rückrufe erfolgen oft nicht.

DAK-Versicherte wurden teilweise zu spät, falsch oder gar nicht beliefert, obwohl sie noch im November auf Aufforderung der Krankenkasse ihren Bedarf bei einem der Leistungserbringer angemeldet hatten.

Schlechte Erreichbarkeit der Hotlines und logistische Probleme lassen sich aber vielleicht noch als Anlauf-Schwierigkeiten verbuchen, gerade die Vertragspartner der DAK-Gesundheit haben sich kurzfristig und noch dazu in der Weihnachtszeit einer großen Herausforderung gestellt.

Aufzahlungen gefordert

Schwerwiegender sind allerdings die Forderungen von wirtschaftlichen Aufzahlungen, mit dem Argument die Krankenkassen würden die benötigten Hilfsmittel oder Mengen nicht mehr voll zahlen. Einzelne Versicherte wurden sogar aufgefordert, sich an einen anderen Vertragspartner zu wenden, da man keine neuen Kunden mehr aufnehmen oder einen überdurchschnittlich hohen Versorgungsbedarf nicht abdecken könne.

All diese Erfahrungen finden sich so auch öffentlich in Foren und sozialen Netzwerken. Aber wie auch die bei uns ankommenden Rückmeldungen, ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn nur ein Teil der Stomaträger/-innen ist in der Selbsthilfe organisiert, und mit einem Altersdurchschnitt von 73-75 Jahren gehört die Mehrheit noch nicht zu den regelmäßigen Internetnutzern.

Lebensqualität darf nicht vom Geldbeutel abhängen

Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und Stellung dazu beziehen. Aber das Ziel, wofür sich Politik, Aufsichtsbehörde, Branche und vor allem auch die Stomaträger/-innen selbst in den vergangenen drei Jahren immer wieder eingesetzt haben, ist noch immer nicht erreicht: Wir laufen weiter Gefahr, dass unsere Lebensqualität zukünftig vom eigenen Geldbeutel abhängt. Wehe wenn das Beispiel der beiden Kassen Schule macht.

Quelle: Dieser Beitrag erschien zuerst als Gast-Kommentar im Magazin Medizinisch-Technischer-Dialog (MTD), Ausgabe 2/2020
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Das Persönliche Budget – darauf solltet ihr achten

Derzeit bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten zur Stomaversorgung das Persönliche Budget an. Aber was ist das Persönliche Budget eigentlich und warum solltet ihr euch genau überlegen, ob ihr auf das Angebot der DAK eingeht?

Das Persönliche Budget ist eine Geldleistung, mit der Menschen mit einer Behinderung ihren Bedarf an Dienst- oder Sachleistungen selbst einkaufen können. Die Stomaversorgug fällt unter die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse, die man über das Persönliche Budget organisieren kann.

Normalerweise gilt das Sachleistungsprinzip, d.h. die Krankenkasse beauftragt Vertragspartner damit uns die benötigten Stoma-Hilfsmittel zu liefern. Mit dem Persönlichen Budget erhalten Stomaträger/-innen keine Sachleistung mehr, sondern die Krankenkasse überweist einen Geldbetrag. Und damit gehen wir dann einkaufen, ohne an irgendwelche Vorgaben gebunden zu sein. Wir können die Stomaversorgung unserer Wahl einkaufen und auch selbst entscheiden, von wem wir uns versorgen lassen. Unabhängig davon, ob unser Versorger einen Vertrag mit der eigenen Krankenkasse hat oder nicht.

Das hört sich erstmal alles ganz gut an. Keine Diskussionen mehr, wenn der Wunsch-Versorger kein Vertragspartner meiner Kasse ist oder mir meine gewohnten Stoma-Artikel nicht mehr liefern möchte. Aber es gibt einen Haken bei der Sache:

  1. Das persönliche Budget ist nicht höher als die Monatspauschale!
    Das Budget darf nicht höher sein als die Kosten, die bei einer Sachleistung entstehen würden. In der Stomaversorgung heißt das: das Persönliche Budget ist in aller Regel so hoch wie die Monatspauschale, die zwischen der Krankenkasse und ihren Vertragspartnern vereinbart ist. Im Fall der DAK-Gesundheit sind das 145 Euro im Monat.
    Bevor ihr auf das Angebot der DAK eingeht solltet ihr euch genau erkundigen, was eure Versorgung tatsächlich kostet. 145 Euro sind in vielen Fällen nicht ausreichend und alles was über das Budget hinaus geht müsst ihr aus eurer eigenen Tasche zuzahlen.
     
  2. Ihr übernehmt die volle Verantwortung!
    Mit der Einwilligung in das Persönliche Budget übernehmt ihr die volle Verantwortung für eure Stomaversorgung. Verändert sich eure Situation und ihr benötigt Hilfe von einer Stomatherapeutin oder andere Stoma-Artikel, liegt es ganz in eurer Hand das alles zu organisieren. Euer Versorger muss sich an keine Vorgaben halten, die für die Vertragspartner der Krankenkassen bei einer Sachleistung verpflichtend sind.
     

Das Persönliche Budget soll es Menschen mit Behinderung ermöglichen ihren Bedarf an Unterstützung und Hilfsmitteln selbst zu organisieren, wenn sie das wünschen und sich bewusst dafür entscheiden. Dafür stellt man einen Antrag bei einem der Kostenträger und verhandelt mit ihnen die Höhe des Budgets. Aktuell verweist die DAK-Gesundheit einige ihrer Versicherten auf das Persönliche Budget, das ist der falsche Weg. Niemand kann euch vorschreiben oder gar dazu drängen, eure Stomaversorgung über das Persönliche Budget zu regeln und für eine gute Hilfsmittelversorgung selbst die Verantwortung zu übernehmen.

Grundsätzlich ist das Persönliche Budget eine gute Sache und hilft vielen Menschen dabei ein selbstbestimmtes Leben zu führen, trotz ihrer Behinderung. Es spricht auch nichts dagegen, sich als Stomaträger/-in bewusst dafür zu entscheiden. Wir sehen aber auch, dass dies nicht für alle Versicherten der DAK-Gesundheit der richtige Weg sei kann. Den Schritt hin zum Persönlichen Budget sollte sich jeder gut überlegen.

Weitere Infos zur aktuellen Situation bei der DAK-Gesundheit haben wir euch hier zusammengestellt: Aktuelle Informationen für Versicherte der DAK-Gesundheit

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Die Stoma-Welt nimmt Abschied

Lieber Benni,

In Gedenken an Benni
Bildquelle: Screenshot cancelling-cancer.blogspot.com
kurz vor unserer Mitgliederversammlung erreichte uns die traurige Nachricht, dass du friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen bist.

Wir wollten und konnten nicht einfach mit dem Programm unserer Versammlung fortfahren, ohne uns an dein Lachen zu erinnern. Deine Art Menschen Mut zu machen, deine Geschichte zu erzählen und die vielen Wege, auf denen du Menschen erreicht hast.

Du warst immer für andere da, hast deine Krankheit nie verborgen, deine Probleme sichtbar in die Welt getragen und damit anderen geholfen. Immer mit der Unterstützung deiner Sabrina, einer starken und dir Kraft gebenden Frau. Gemeinsam habt ihr so viel bewundernswertes erreicht.

In Gedenken an eines unserer Vereinsmitglieder.
In Gedenken an einen echten Helden.