Archiv der Kategorie: Aktuelles

Aktuelle Mitteilungen der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.

Vorstand Ahoi!

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde der Vorstand der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. neu gewählt. Dazu trafen wir uns zur gemeinsamen Rhein-Rundfahrt in Bingen am Rhein, ganz in der Nähe des Sitz unseres Selbsthilfevereins.

Foto: der Binger Mäuseturm in Bingen am Rhein. Der Turm steht im Fluss und ist hier vom Rhein aus fotografiert.Das neue Team freut sich auf die gemeinsame Vereinsarbeit:

  • Christian Limpert (Vorsitzender)
  • Thorsten Sixel (stellvertretender Vorsitzender)
  • Mario Stadtmüller (stellvertretender Vorsitzender)
  • Karola Hornung (Schatzmeisterin)
  • Bärbel Hunsinger (Kassenprüferin)
  • Lukas Massierer (Kassenprüfer)

Herzlichen Dank an Georg Pitthan für die Leitung der Vorstandswahl und an Thomas Schröder für die Schriftführung.

Foto: der Fluß Nahe mündet von links kommend in den Rhein, dahinter ist die Schlucht des Mittelrheintals zu sehenWie auch in der Vergangenheit setzt die Stoma-Welt den Schwerpunkt auf die Unterstützung und Hilfestellung für Stomaträger und deren Familien, mit dem Ziel einer bestmöglichen Lebensqualität.

Wir, der neue Vorstand, bedanken uns bei allen Mitgliedern für die Unterstützung und das Vertrauen in unsere Arbeit.

Die Mitgliederversammlung bedankte sich beim ehemaligen Vorstand, der trotz vieler Hindernisse und durch überwiegend Corona bedingte Einschränkungen sein Amt gewissenhaft und zuverlässig erledigt hat.

Beratungstelefon:
Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
0800 200 320 105 (kostenfrei)
verein@stoma-welt.de
Ansprechpartnerin: Sabine Massierer-Limpert (Geschäftsstellenleiterin)
Abbildung: das Foto zeigt unserer Mitarbeiterin Sabine während eines telefonischen Beratungsgesprächs
Stoma-Treff Frankfurt-Höchst

Christian Limpert, Vorsitzender Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
Christian Limpert
Thorsten Sixel, stellv. Vorsitzender Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
Thorsten Sixel, Stoma-Treff Mainz
Abbildung: Mario Stadtmüller, stellv. Vorsitzender Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
Mario Stadtmüller, Stoma-Treff Zollernalb
Abbildung: Karola Hornung, Schatzmeisterin Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
Karola Hornung, Stoma-Treff Frankfurt-Höchst

Stoma-Treffs starten wieder durch

Im März 2020 mussten wir aufgrund der Corona-Pandemie alle Stoma-Treff-Termine auf unbestimmte Zeit absagen. Jetzt hat das Warten endlich ein Ende und Selbsthilfegruppen können sich ab Oktober wieder treffen. Die ersten Stoma-Treffs finden in Balingen im Zollernalbkreis und in Hamburg statt.

Wir sind zurück. Endlich. Auch wenn Stomaträger und ihre Angehörigen in der digitalen Welt auch während der Pandemie viele Möglichkeiten zum Austausch untereinander haben, sind für viele die persönlichen Treffen sehr wichtig. Mehr als eineinhalb Jahre war dies nicht möglich, aber durch die Impfungen und schrittweisen Lockerungen können die ersten Gruppentreffen im Oktober wieder starten.

Bereits am 4. Oktober findet der Stoma-Treff Zollernalb im Balingen Zollernschloß statt. Das Treffen startet um 18 Uhr, Monika und Mario freuen sich auf euch. Bei den Treffen gilt die 3G-Regel, die von den Gruppensprechern kontrolliert und dokumentiert wird.

In Hamburg findet das nächste Treffen des Stoma-Treff Hamburg Nord am 14. Oktober im Gemeindehaus der Ansgar Kirche in HH Langenhorn statt. Renate freut sich darauf euch wiederzusehen oder kennenzulernen.

Leider können die Stoma-Treffs, die sich in Räumen in Krankenhäusern treffen, derzeit noch nicht stattfinden. Wir informieren euch hier, sobald weitere Gruppentreffen starten.

Wir sind auch im Lockdown weiter für euch da

Abbildung: das Foto zeigt unserer Mitarbeiterin Sabine während eines telefonischen BeratungsgesprächsOb geplant oder ungeplant, nach jeder Stoma-Operation verändert sich das Leben und das eigene soziale Umfeld. Wegen der bundesweiten Hygieneregeln können die örtliche Stoma-Treffs im Moment nicht stattfinden. Aber häufig benötigen die Operierten oder ihre Angehörigen Wegweiser um die neue Lebenssituationen zu bewältigen.

Der Austausch unter den ehrenamtlich Aktiven und Hilfesuchenden soll nicht abbrechen

Die im Bundesgebiet verteilten Gruppensprecher der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. verfügen über ein großes Netzwerk und unterstützen euch aktiv, z.B. durch die Vermittlung von Kontakten zu anderen Bertoffenen und Gesprächspartnern in der Region. Denn Gespräche helfen, nicht nur in der Bewältigung der neuen Situationen und den damit verbundenen Veränderungen, sie zeigen euch auch Hilfen im Gesundheitswesen auf und geben Orientierung.

Der Stoma-Treff – Selbsthilfegruppen vor Ort…

in Bayern:

in Baden-Württemberg:

in Hamburg:

in Hessen:

in Rheinland-Pfalz:

im Saarland:

Du hast keinen Ansprechpartner in deiner Region gefunden?

Dann wende dich an unser bundesweites Beratungstelefon unter 0800 200 320 105 oder schreib uns:

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ihre Telefonnummer (falls Rückruf gewünscht)

Ihre Frage (beschreiben Sie uns bitte kurz Ihr Anliegen)

Bitte tragen Sie die folgenden Buchstaben und Zahlen
in das Feld rechts daneben ein (Spam-Schutz):
captcha   

Stoma-Treff-Termine bis auf weiteres abgesagt!

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen wegen der Corona-Situation finden bis auf weiteres keine Selbsthilfegruppen-Treffen statt.

Bereits vor den behördlichen Anordnungen hatten sich die meisten Stoma-Treff-Gruppen zu einer Absage ihrer Termin im April 2020 entschlossen. Viele unserer Gruppen-Teilnehmer gehören selbst zu den benannten Risikogruppen und wir möchten weder sie noch unsere Gruppensprecher einer gesundheitlichen Gefahr aussetzen.

Alternativ stehen euch unsere Netz-Angebote und unser Beratungstelefon für den Austausch mit anderen und bei dringenden Fragen zur Verfügung:>

Bis Sommer 2021 werden leider keine Treffen stattfinden. Zu den Terminen ab Juli 2021 können wir derzeit noch keine Aussage treffen und müssen die weitere Entwicklung abwarten. Über einen Neustart der Selbsthilfegruppen-Treffen informieren wir euch rechtzeitig auf unseren Internetseiten und auch unsere Gruppensprecher geben euch jederzeit Auskunft.

letzte Aktualisierung am 20.03.2021

Verunsicherte Versicherte – DAK- und KKH-Verträge auf Kosten der Stomaträger

Mit dem Aus für Hilfsmittel-Ausschreibungen und dem Auslaufen der Übergangsfrist stehen Stomaträger mehr denn je vor Herausforderungen. Besonders betroffen sind Versicherte der KKH und DAK-Gesundheit, die sich in Folge der neuen Verträge mit den niedrigsten Pauschalen für Stomaartikel und dem zweiten Leistungsbringer-Wechsel innerhalb eines Jahres auseinandersetzen müssen.

Bis kurz vor dem Auslaufen der Übergangsfrist Ende November 2019 sah es noch so aus, als würde die DAK-Gesundheit für ihren ersten Stoma-Vertrag des Nach-Ausschreibungs-Zeitalters keinen einzigen Vertragspartner finden. Doch dann unterschrieben doch noch zwei bundesweit tätige und einzelne regionale Leistungserbringer.

Ein erklärtes Ziel hat die Krankenkasse jedenfalls im letzten Moment noch erreicht: Der Verwaltungsaufwand im Vertragspartner-Management wurde deutlich reduziert, statt mehrerer Hundert Vertragspartnern sind es heute nicht einmal mehr 30.

Kein Wahlrecht mehr

Von einem Wahlrecht kann damit aus Sicht der DAK-Versicherten keine Rede mehr sein. Starten Sie einmal im Hilfsmittel-Lotsen der DAK-Gesundheit im 30-km-Umkreis Ihrer PLZ eine Suche. Es werden selten mehr als drei Leistungserbringer für Stomaartikel angezeigt. Um die Auswahl für ihre Versicherten dermaßen einzuschränken, hatte die KKH anno 2017 noch auf Ausschreibungen zurückgreifen müssen. Die Situation ist mit dem Beitrittsvertrag also nicht viel besser als zur Ausschreibungs-Zeiten.

Spektrum der Beschwerden

Seit Mitte Dezember gehen in der Geschäftsstelle des Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. täglich Anrufe und E-Mails, überwiegend von Kunden der DAK-Gesundheit, vereinzelt auch von Versicherten der KKH. Ein Lob für eine der beiden Kassen erreichte uns bislang nicht. Das Spektrum der Beschwerden ist dagegen groß.

Häufig wird die Erreichbarkeit der Leistungserbringer bemängelt, viele klagen über lange Wartezeiten in Warteschleifen und ausbleibende Antworten auf E-Mails. Zugesagte Rückrufe erfolgen oft nicht.

DAK-Versicherte wurden teilweise zu spät, falsch oder gar nicht beliefert, obwohl sie noch im November auf Aufforderung der Krankenkasse ihren Bedarf bei einem der Leistungserbringer angemeldet hatten.

Schlechte Erreichbarkeit der Hotlines und logistische Probleme lassen sich aber vielleicht noch als Anlauf-Schwierigkeiten verbuchen, gerade die Vertragspartner der DAK-Gesundheit haben sich kurzfristig und noch dazu in der Weihnachtszeit einer großen Herausforderung gestellt.

Aufzahlungen gefordert

Schwerwiegender sind allerdings die Forderungen von wirtschaftlichen Aufzahlungen, mit dem Argument die Krankenkassen würden die benötigten Hilfsmittel oder Mengen nicht mehr voll zahlen. Einzelne Versicherte wurden sogar aufgefordert, sich an einen anderen Vertragspartner zu wenden, da man keine neuen Kunden mehr aufnehmen oder einen überdurchschnittlich hohen Versorgungsbedarf nicht abdecken könne.

All diese Erfahrungen finden sich so auch öffentlich in Foren und sozialen Netzwerken. Aber wie auch die bei uns ankommenden Rückmeldungen, ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn nur ein Teil der Stomaträger/-innen ist in der Selbsthilfe organisiert, und mit einem Altersdurchschnitt von 73-75 Jahren gehört die Mehrheit noch nicht zu den regelmäßigen Internetnutzern.

Lebensqualität darf nicht vom Geldbeutel abhängen

Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und Stellung dazu beziehen. Aber das Ziel, wofür sich Politik, Aufsichtsbehörde, Branche und vor allem auch die Stomaträger/-innen selbst in den vergangenen drei Jahren immer wieder eingesetzt haben, ist noch immer nicht erreicht: Wir laufen weiter Gefahr, dass unsere Lebensqualität zukünftig vom eigenen Geldbeutel abhängt. Wehe wenn das Beispiel der beiden Kassen Schule macht.

Quelle: Dieser Beitrag erschien zuerst als Gast-Kommentar im Magazin Medizinisch-Technischer-Dialog (MTD), Ausgabe 2/2020
Bildquelle: © JackF – stock.adobe.com